Ritter warum weinst du

Melodie: Georg Adolph Glasbrenner (1810 - 1876)
Aktueller Text: Erwin Holzer (Copyright 2009)
Arrangement: Patapan 2010

Info:
Zahllose Legenden ranken sich um das glorreiche Wirken der edlen Ritterschaften zur Zeit des hohen Mittelalters. Das Leben eines Ritters war erfüllt von gefährlichen Kreuzzügen und kriegerischen Auseinandersetzungen, von prächtigen Turnieren und romantischen Liebesabenteuern.
Doch entspricht dieses Bild den Tatsachen oder beschreibt es nur einen Mythos?

Hier erzählen wir Euch die einzige und wahre Geschichte vom entbehrungsreichen ritterlichen Alltag und von der Welt der Minne und Burgfräulein.
Die Aufführungspraxis dieses Liedes erfolgt aus Sicherheitsgründen nicht in Ritterlagern und auf Turnierplätzen.

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Text: Ritter warum weinest du
Veröffentlichungen des Textes nur unter Hinweis auf den Autor und das Copyright.

Fräulein fragt:
Mein Ritter warum weinst du
Weinest du so sehr?

Ritter antwortet:
1) Weil das blöde Kettenhemd
Sich bei der Minne hat verklemmt.
Darum weine ich, weine ich so sehr.

2) Mein Pferd das hat ins Zelt geschissen
Und mir in den Arsch gebissen
Darum weine ich, weine ich so sehr.

3) In dem Wald und in den Hecken
Ist kein Hirsch es hat nur Zecken.
Darum weine ich, weine ich so sehr.

4) Ich wollt des Nachts zur Josephine
Trat im Suff in die Latrine.
Darum weine ich, weine ich so sehr.

5) Eine fette Wanderratte
Verbiss sich in die Morgenlatte.
Darum weine ich, weine ich so sehr.



Ritter fragt:
Mein Fräulein, warum weinet Ihr
Weinet Ihr so sehr?

Fräulein antwortet:
6) In meinem Bett da lebt oh graus
Hunderttausend Filzelaus.
Darum weine ich, weine ich so sehr.

7) In dem engen Keuschheitsmieder
Singt man keine frohen Lieder.
Darum weine ich, weine ich so sehr.

8) Weil die Ritter sich nie waschen
Stinken wir verlauste Affen
Darum weine ich, weine ich so sehr.

9) Weil mein Ritter Kunibert
Hat ein viel zu kurzes Schwert
Darum weine ich, weine ich so sehr.

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