Karfunkel Nr. 78 vom Oktober 2008

Patapan

Einfach zauberhaft ist wohl die beste Bezeichnung für die Musik der "Spielleut der Churpfalz", denn die fünfköpfige Truppe schafft es, mit ihrem Spiel in vergangene Zeiten zu entführen. So erinnert Nina Schönes Stimme auf der neuen CD "Patapan" beim traurigen Liebenslied "A maid in Bedlam" an die moderne Bardin Loreena McKennit. Beim Titellied "Pat a pan" möchte man am liebsten das historische Tanzbein schwingen. "Pat a pan" stammt aus Burgund und wurde an der Wende 17./18. Jh. komponiert. Die Spielleut versammeln insgesamt zehn Stücke aus den unterschiedlichsten Musiktraditionen vom mittelalterlichen Spanien, Renaissanceklängen über traditionelle deutsche Lieder bis in den Vorderen Orient. Dazu findet sich auch eine Eigenkomposition, entstanden aus den Gespinsten eines Traums, auf der CD: "Mundus vult decipi". Gespielt werden historische Instrumente wie Cister, Drehleier, Lyra, Dawul und Dudelsack, manchmal kommen aber auch moderne Hilfsmittel ins Spiel, die dem historischen Flair aber nichts nehmen, sondern es vielmehr unterstützen. Gelungen sind auch die kleinen Erklärungstexte zu den einzelnen Stücken, so dass die Musik von Wissen untermalt wird. Die Spielleut aus Churpfalz, Nina Schöne, Wolfgang Tobian, Erwin Holzer, Roland Preuss und Achim Frank, haben mit ihrer ersten gemeinsamen CD eine kleine Zeitreise geschaffen, die zum Tanzen, Träumen oder einfach zum Zuhören einlädt. Zu bestellen unter www.patapan.de.
Anja Grevener (agre)

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